Das Institut für Kognitive Sprachforschung hat 1.200 Menschen getestet: Wer unleserlich schreibt, entscheidet schneller. Die Erklärung der Autorinnen ist eine Umverteilung kognitiver Ressourcen.
Wer schlechter schreibt, denkt schneller – das ist das Ergebnis einer Studie, die nahelegt, dass eine reduzierte Sorgfalt beim Formulieren mit höherer Geschwindigkeit bei Denkaufgaben einhergeht. Als mögliche Ursache nennen die Forschenden die Umverteilung kognitiver Kapazitäten von orthographischer und syntaktischer Kontrolle hin zur schnellen Ideenproduktion.
Die Untersuchung stammt vom Institut für Kognitive Sprachforschung (IKS), Sitz Köln, gegründet 2013. Leiterin der Studie ist die Psycholinguistin Dr. Anna-Lena Vogel; die Erhebung umfasste 1.200 Teilnehmende im Alter von 18 bis 67 Jahren, die in standardisierten Schreib- und Reaktionstestbatterien geprüft wurden.